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Lauterbach, 08.05.2016
Die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Lauterbach-Mitte fand im Unterrichtsraum der Feuerwehrwache statt. Jugendwart Jörg Blankenburg berichtete, dass im Laufe des Vorjahres zwei neue Mitglieder in der Jugendfeuerwehr Lauterbach-Mitte aufgenommen wurden, so dass der Kader aus 14 Jugendlichen besteht.


Ausbildung wurde praxisnah umgestellt
1510 Stunden Gesamtstunden umfasste die Betreuung der Jugendlichen. Sie gliedern sich in allgemeine Jugendarbeit (260 Stunden) und feuerwehrtechnische Ausbildung (1250 Stunden). Gelehrt wurden Unfallverhütungsvorschriften, Fahrzeug- und Gerätekunde sowie das Heranführen an die Feuerwehrdienstvorschrift 3. Auf Initiative von stellvertretendem Jugendwart Felix Schütz wurde die teils trockene Theorie in der feuertechnischen Ausbildung mit praktischen Übungen verbunden, um so die Informationen nachhaltiger zu vermitteln. Die Jugendlichen erhielten dazu eine Aufgabenstellung zu einem Thema, welches in der Gruppe erörtert und dann mit den vorhandenen Gerätschaften in einer praktischen Übung in die Realität umgesetzt werden musste. Der Lernerfolg war positiv und führte zu einer Rückinformation jedes Einzelnen. Deshalb soll diese Übungsmethodik weiterhin angewandt werden. Hinter der Feuerwache wurde eine Übungsbahn abgesteckt und errichtet, die der Schulung der Jugendlichen zur bessern Vorbereitung bei der Teilnahme an Kreiswettkämpfen dient.

Weitere Tätigkeiten
Die Jugendfeuerwehr beteiligte sich an einer Waldbrandübung und einer Übung zur technischen Hilfeleistung, nach einem Sturz eines Radfahrers auf dem Vulkanrandweg. Bei der Veranstaltung „Lauterbach kann …“ wurde öffentlichwirksam Werbung betrieben und ein Schlauchkegeln ausgerichtet, welches sehr gut angenommen wurde. Veranstaltet wurde die traditionelle „Lesenacht“ mit einer digitalen Koordinatensuche (Geocaching) in Lauterbach, zum Abschluss gab es selbstgemachte Burger in der Feuerwache. Auch beim 10-jährigen Jubiläum der Bambinifeuerwehr Lauterbach-Ost und beim Sockenfest der Stadt waren die Jugendlichen vertreten. Weiterhin wurden Brenderwasser und Lauter im Zusammenfluss von Unrat gesäubert.


Gut ausgerüstet
Alle Jugendlichen wurden 2015 mit den notwendigen Ausrüstungsgegenständen für eine sichere Arbeit ausgestattet und geben nun ein erkennbar einheitliches Bild ab. Für das laufende Jahr ist der Kauf von weiteren Sicherheitsschuhen geplant, da die Jugendlichen schnell aus den Schuhen herauswachsen.

Auszeichnung „Jugendflamme“
Der Ausbildung und Prüfung zur ersten Stufe der Auszeichnung „Jugendflamme“ hatten sich 11 Jugendfeuerwehr-Mitglieder gestellt. Alle bestanden die Prüfung und wurden von ihren Betreuern Jörg Blankenburg, Felix Schütz und 1. Stadtrat Lothar Pietsch mit Urkunde und Anstecknadel ausgezeichnet.
Die Prüfung bestanden: Daniel Viterspan, Nowa Muhammad Ali, Arthur Erlenbusch, Luan Syliqi, Jan Phillip Fink, Lucas Fink, Julian Fink, Jannik Sachs, Laura Schneider, Jaquline Speier, Marius Kirsch.

Aufmunternde Worte
Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Schütz gratulierte den Jugendlichen zur Auszeichnung und ermunterte sie, auch die beiden weiteren Stufen zu erwerben. Er ermunterte sie, auch zukünftig „bei der Stange zu bleiben“, denn die späteren Einsatzkräfte der Wehr rekrutierten sich zu 90 Prozent aus der Jugendfeuerwehr. Er dankte Blankenburg und Schütz für ihre Jugendarbeit, sie hätten „alles im Griff“. „Spiel, Spannung, Abenteuer und Spaß haben“ wären wesentliche Merkmale der Jugendfeuerwehr, die einen großen Stellenwerte habe, so 1. Stadtrat Lothar Pietsch. Die Jugendlichen bat er, bei den Schulkameraden für die Jugendfeuerwehr zu werben und auch junge Flüchtlinge mit einzubeziehen. Auch er dankte den Ausbildern für ihre wertvolle Arbeit.

Ausblick
In diesem Jahr feiert die Jugendfeuerwehr Lauterbach-Mitte ihren 60. Geburtstag. Dazu sind einige Veranstaltungen in Planung.

Sie erhielten die Auszeichnung „Jugendflamme“ von Jugendwart Jörg Blankenburg, 1. Stadtrat Lothar Pietsch und Felix Schütz (von links).

Text: Gohlke
Foto: Gohlke