Datum & Uhrzeit: 22.07.2014 - 02:54 Uhr Zugriffe: 1570
Einsatzort: Lauterbach, Eichhofkrankenhaus

H 1 - Wasserrohrbruch

Überflutung im Krankenhaus
Schreck in der frühen Morgenstunde: Die Leitstelle löste gegen 2.54 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr Lauterbach Großalarm aus. Vorausgegangen war ein Alarm im Wasserwerk, der aktiviert wird, wenn es zu einem plötzlichen Wasserverlust kommt.

Der Wassermeister stellte schnell fest, dass aus dem nahe gelegenen Hochbehälter rund 50.000 Liter Trinkwasser fehlten, die eindeutig ins Eichhofkrankenhaus geflossen waren und sich dort, wie sich nach einem fast zeitgleichen Anruf des Krankenhauses herausstellte, im ersten Untergeschoss und im Kellergeschoss verteilt hatten.

Die erste Gruppe der Feuerwache Mitte mit Wehrführer Hans-Jürgen Schütz an Bord traf wenige Minuten nach 3 Uhr vor Ort ein, und Schütz forderte sofort weitere Einsatzkräfte an, so dass schließlich 20 Feuerwehrleute mit Nasssaugern und diversen Gerätschaften im Einsatz waren.

Die Quelle für das viele Wasser war relativ schnell gefunden: Sie lag im Flur des ersten Untergeschosses etwa in Höhe der Cafeteria. Dort, so stellten die Techniker des Eichhof-Krankenhauses und Wehrführer Schütz fest, sei die unter der Decke verlaufende Feuerlöschleitung an einer Verbindungsstelle nicht ordnungsgemäß verpresst worden. Das Wasser hatte sich von dort ausgehend in sämtliche Räume verteilt und kam teilweise sogar durch die Decken. So wurden die Treppenhäuser ebenso überflutet wie die Bettenzentrale, die Cafeteria, Teile der Küche und die Aufzugsschächte. Im technischen Büro im Kellergeschoss lösten sich einige Deckenplatten, und das Wasser ergoss sich auf Akten und Pläne.

Nach Ansicht von Wehrführer Schütz müssen sämtliche Decken im Kellergeschoss erneuert werden. Von Seiten der Krankenhausleitung waren Hans-Georg Stoll, Irmgard Rasch von der Pflegedienstleitung sowie die gesamte technische Mannschaft des Hauses vor Ort. Natürlich stand auch das Atrium unter Wasser.

Von den Aktivitäten der Feuerwehr und hauseigenen Helfern bekamen die Patienten nichts mit, zumal fünf Feuerwehrfahrzeuge ohne Sondersignal den Einsatzort erreicht hatten. Verzögerungen gab es, weil Anschlüsse an den Nasssaugern defekt waren und vor Ort mühsam ausgewechselt werden mussten. Wehrführer Schütz kritisierte, dass für den notwendigen Ersatz von Seiten der Stadt keine Mittel bereitgestellt wurden.

Als die Sonne aufging und die ersten Mitarbeiter des Hauses eintrafen, hatte die Feuerwehr gegen 5.30 Uhr ihre Arbeit abgeschlossen. Sachverständige müssen nun herausfinden, ob die vermutete Ursache den Tatsachen entspricht. Über die Höhe des Schadens können noch keine Aussagen getroffen werden.

Text: Lauterbacher Anzeiger (A. Hahner)
Fotos: Freiwillige Feuerwehr Lauterbach

alarmierte Organisationen: Löschzug Lauterbach-Mitte, Florian Lauterbach 01

eingesetzte Fahrzeuge: LF 20/16 - Löschzug Lauterbach-Mitte HLF 20/16 - Löschzug Lauterbach-Mitte GW-L2 - Löschzug Lauterbach-Mitte

 
 

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